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AG Duisburg: Versäumung der Anmeldefrist bei arglistigem Verschweigen des Reisemangels durch den Reiseveranstalter

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AG Duisburg, Urteil vom 26.10.2005, Aktenzeichen:1 O 254/05

Die Klägerin buchte bei dem beklagten Reiseveranstalter für den Zeitraum 19.10.2004 bis 11.11.2004 ab eine Kreuzfahrt mit der Route USA, Bermudas und Mexiko. Auf dem Schiff bezog sie die Kabine "Coral 62". In der Nacht vom 28.10.2004 auf den 29.10.2004 traten bei der Klägerin an Füßen, Knöcheln, Beinen, Händen, Armen und Hals Blasen auf der Haut auf, begleitet von starkem Juckreiz. Die Klägerin konsultierte deshalb den Schiffsarzt, welcher trotz mehrfachen Nachfragen keine Diagnose stellte. Einige Tage später bat der Kreuzfahrtdirektor die Klägerin in eine andere Kabine umzuziehen. Auch die Bewohner der Nachbarkabinen mussten umziehen. Im Rahmen des Rechtsstreits stellte sich heraus, dass der Umzug aufgrund der Bettwanzen in einer der Nachbarkabinen erfolgte. Als die Klägerin nach der Ankunft in Deutschland einen Hautarzt aufsuchte, teilte ihr dieser nach einer Untersuchung mit, dass die aufgetretenen Hautreaktionen auf Insektenstiche zurückzuführen sind. Die Klägerin trägt vor, dass die aufgetretenen Hautreaktionen auf Ungezieferbefall in den Kabinen zurückzuführen sind und verlangt eine Reisepreisminderung und Ersatz der Behandlungskosten. Der beklagte Reiseveranstalter weigert sich der Zahlung mit der Begründung, dass die Monatsfrist des § 651 g Abs. 1 Satz 1 BGB für die Anspruchsanmeldung nicht gewahrt worden sei. Die Klägerin ist der Auffassung, dass der Rückschluss auf einen Reisemangel vor der Diagnose des Arztes nicht möglich gewesen sei, da der Beklagte ihr die Ursache für den Umzug in eine andere Kabine nicht mitgeteilt habe.

Das AG Duisburg hat im Sinne des Beklagten entschieden und der Klägerin die begehrten Zahlungen nicht zugesprochen. Die Klägerin hat gegen den Beklagten keine Ansprüche, weil sie es unterlassen hat, ihre Ansprüche unverzüglich nach Wegfall des Hindernisses bei der Beklagten anzumelden. Die Monatsfrist des § 651 g Abs. 1 Satz 1 BGB hat die Klägerin nicht eingehalten, weil ihr der Reisemangel innerhalb dieser Frist nicht bekannt war. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende seine Ansprüche gemäß § 651 g Abs. 1 Satz 3 BGB nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert war. Nach dem Wegfall des Hindernisses muss die Geltendmachung schnellstmöglich nachgeholt werden. Die Klägerin hat den Mangel jedoch erst in zwei Wochen, nachdem ihr dieser bekannt wurde, geltend gemacht.

AG Duisburg (1 O 254/05), Versäumung der Anmeldefrist bei arglistigem Verschweigen des Reisemangels durch den Reiseveranstalter

Gefragt 18, Mär 2016 in Reiserecht von admin (15,000 Punkte)

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